Microsofts Browserauswahl ist nicht zufällig genug

Die von Microsoft eingeführte Browserwahl soll die fünf Browser, die auf der ersten Seite angezeigt werden, in zufälliger Reihenfolge präsentieren. Ein Fehler sortiert den IE jedoch besonders oft auf dem letzten Platz und nicht alle Browser haben die gleichen Chancen in die vorderen Plätze zu kommen.

Die slowakische Webseite DSK.sk hat die Browserwahl getestet und festgestellt das der Browserauswahldialog nicht aufreichend zufällig ist. Nicht alle Browser landen gleich oft auf den vorderen Plätzen. Rob Weir, ODF-Architekt bei IBM, hat die Browserauswahl statistisch untersucht und bestätigt die Eintschätzung von DSL.sk.

Weir hat den Javascript-Code, der Browserauswahl, genommen und in ein eigenes Script eingebettet das er rund 10.000 mal durchlaufen liess um eine solide Datenbasis für seine statistische Erhebung zu erhalten. Sein Ergebnis: Die Browser werden nicht gleichmässig über die fünf Plätze verteilt. Vorallem der Internet Explorer schneidet dabei besonders schlecht ab. In der hälfte er Fälle landet er auf dem 5. Platz. Firefox ergeht es hierbei besser denn der wird recht gleichmässig über die ersten vier Plätze verteilt und landet lediglich in 12,5% der Fälle auf dem 5. Platz. Safari landet sehr häufig auf Platz vier, Chrome sehr häufig auf Platz drei und Opera besonders selten auf dem selben Platz.

Schuld soll, laut Weir, ein Programmierfehler, sogar ein typischer Anfängerfehler sein. Er räumt ein, dass es besonders schwierig ist, auf einem deterministischen System eine zufällige Verteilung zu erzeugen, verweist aber auf altbekannte Ansätze, dies zumindest im Groben zu realisieren.

Weir schlägt eine einfache Lösung für das Problem vor und zeigt, das diese funktionert. Würde Microsoft bei der Browsersortierung auf den 1938 entwickelten Fisher–Yates-Algorithmus zurückgreifen, ergäbe sich in etwa eine Gleichverteilung ohne statistisch signifikante Abweichungen.

Quelle: Golem.de

Tags: , , , ,

Eine Antwort zu “Microsofts Browserauswahl ist nicht zufällig genug”

  1. [...] Verteilung der Browser für das Browserauswahlfenster geändert. In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass der Algorithmus in Microsofts Browserauswahl weit weniger zufällig ist als erwartet. IBMs [...]